Hochzeitstauben – Romantische Tradition mit tragischen Folgen
Das Freilassen von weißen Tauben bei Hochzeiten gilt für viele Menschen als Symbol für Liebe, Frieden und eine glückliche gemeinsame Zukunft. Was jedoch oft nicht bekannt ist: Für die eingesetzten Tiere kann diese Tradition erhebliche Folgen haben.
Viele der als „Hochzeitstauben“ verwendeten weißen Zuchttauben verfügen nicht über die ausgeprägten Orientierungsfähigkeiten von Brieftauben. Nach dem Freilassen finden zahlreiche Tiere nicht mehr in ihren Heimatschlag zurück. Orientierungslosigkeit, Erschöpfung, Hunger sowie die Gefahr durch Raubtiere und den Straßenverkehr führen dazu, dass viele dieser Tauben nicht lange überleben.
Hinzu kommen der Transport, die ungewohnte Umgebung und die Freilassung vor Publikum, die für die Tiere erheblichen Stress bedeuten können. Aus Sicht vieler Tierschutzorganisationen ist das Aussetzen von Hochzeitstauben daher kritisch zu betrachten.
Wir möchten deshalb dazu anregen, auf tierfreundliche Alternativen zurückzugreifen. Seifenblasen, Blumen, Bänder, Wunschkarten oder andere symbolische Gesten können einen ebenso schönen und unvergesslichen Moment schaffen – ganz ohne Leid für Tiere.
Bitte helfen Sie mit, über die Problematik aufzuklären und das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren zu stärken.
Die Eierindustrie – Das Leid hinter dem Frühstücksei
Eier gehören für viele Menschen zum Alltag. Was jedoch oft verborgen bleibt, sind die Lebensbedingungen vieler Legehennen.
Durch gezielte Zucht werden Hühner darauf ausgelegt, möglichst viele Eier zu legen. Während ihre wilden Vorfahren nur wenige Eier pro Jahr produzierten, legen moderne Legehennen heute bis zu 300 Eier jährlich. Diese enorme Leistung belastet den Körper der Tiere und kann zu gesundheitlichen Problemen wie Knochenbrüchen, Entzündungen oder Legenot führen.
Auch in vielen Haltungssystemen haben die Tiere nur begrenzte Möglichkeiten, ihre natürlichen Verhaltensweisen auszuleben. Scharren, Staubbaden, erhöhte Sitzplätze und ausreichend Rückzugsorte sind häufig gar nicht vorhanden.
Auch in Mobilställen steckt mehr Leid, als man von außen sehen kann. Beim Betrachten vergisst man, dass die schwachen nie das Tageslicht sehen und auch nicht ausreichend an das Futter herankommen. Was dabei im inneren des Mobils passiert, sind vor sich hin scheidende Wesen, die aufgrund der Masse meist übersehen werden.
Besonders problematisch ist zudem die Zucht der sogenannten Bruderhähne. Da männliche Küken keine Eier legen und für die Mast wirtschaftlich meist ungeeignet sind, werden sie in der industriellen Produktion oft aussortiert. Trotz gesetzlicher Veränderungen bleibt die Aufzucht männlicher Tiere eine große Herausforderung innerhalb des Systems.
Wer das Leid von Hühnern verringern möchte, kann auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen oder Produkte aus besonders tierfreundlichen Haltungsformen bewusst auswählen.
